Gehaltsnachzahlung

Salary

Lohn, der einer beschäftigten Person für bereits geleistete, aber noch nicht vergütete Arbeit zusteht, häufig infolge von Lohnabrechnungsfehlern, Unterbezahlung oder rückwirkenden Gehaltserhöhungen.

## Gehaltsnachzahlung

Eine Gehaltsnachzahlung stellt die Differenz zwischen dem tatsächlich gezahlten und dem geschuldeten Gehalt dar. Sie kann durch Verwaltungsfehler, Verstöße gegen den Mindestlohn, fehlerhafte Überstundenberechnungen oder verzögerte Umsetzung einer Gehaltserhöhung entstehen.

### Häufige Fälle

- Rückwirkende Gehaltserhöhung, die erst Monate nach dem Stichtag umgesetzt wird.
- Falsche Einstufung einer beschäftigten Person als von Überstundenzuschlägen befreit.
- Nichtzahlung des Mindestlohns oder erforderlicher Überstundenzuschläge.
- Neuverhandlung eines Tarifvertrags mit rückwirkenden Lohnanpassungen.

### Rechtlicher Rahmen

In den USA erlaubt der Fair Labor Standards Act (FLSA) Beschäftigten, bis zu 2 Jahre rückständige Löhne einzufordern (3 Jahre bei vorsätzlichen Verstößen). Das Arbeitsministerium kann Nachzahlungsansprüche im Namen der Beschäftigten verfolgen. Viele Länder haben ähnliche Arbeitsgesetze mit Verjährungsfristen von 2 bis 6 Jahren.

### Steuerliche Behandlung

Gehaltsnachzahlungen werden im Jahr des Zuflusses als reguläres Einkommen besteuert, was eine beschäftigte Person in eine höhere Steuerstufe rücken lassen kann. Einige Rechtsordnungen erlauben eine Verteilung der Besteuerung auf die Jahre, in denen das Einkommen eigentlich hätte gezahlt werden sollen.